Prozesskombinationen: Berechnung + Automatik

Haben Sie den "Fehler" schon gefunden? Warum gibt es jetzt auf einmal, wie in den nachfolgenden Grafiken zu sehen ist, 12 statt 8 Methoden?

Nun, die Lösung ist ganz einfach. Es gibt ja 2 Prozesse, um einen gewünschten Widerstand im Ventil zu ermitteln: Durch eine Berechnung oder durch eine "Automatik". Was spräche dagegen, diese beiden Prozesse zu kombinieren? Nichts .... ganz im Gegenteil! Das macht nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis durchaus Sinn. Folgende Szenarien/Fragen zeigen dies deutlich:

  • Sie möchten Berechnungen für eine raumweise Heizlast durchführen, kennen aber nicht die vor 30 Jahren verwendeten Baustoffe.
  • Ist der Wärmedurchgangskoeffizient eines 20 Jahren alten Isoliermaterials noch identisch mit dem eines neuwertigen Produktes?
  • Kennen Sie den Verlauf des Rohrnetzes, um eine Druckverlustberechnung durchzuführen?
  • Problemfall Fußbodenheizung im Bestand: Viele Unbekannte (Anzahl Heizregister pro Raum, Verlegabstand, Spreizung, ...) lassen so gut wie nie eine fachgerechte Nachrechnung zu.

Fazit: Sie müssen mit vielen Annahmen rechnen (was im Prinzip aber auch o.k. ist) um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Anschließend optimieren sie den "Vorabgleich" durch eine "Automatik". Wenn jetzt noch die Parameter Anlagendynamik und Nutzerverhalten berücksichtigt werden wird klar, wie sinnvoll eine Kombination beider Prozesse sein kann.

WICHTIG: Jeder Prozess hat Grenzen, die man kennen muss! Und die Prozesse beeinflussen sich!

Deshalb 2 Tabellen: Die neutralen Kombinationen und, für die Umsetzung wichtig, konkrete Lösungsvorschläge für die Umsetzung in der Praxis. Auf eine weitere Unterscheidung bzgl. den Berechnungsverfahren Verfahren A und B habe ich an dieser Stelle verzichtet - das macht es nur komplizierter.

Alle Methoden - neutral

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