Das dynamische Thermostatventil

Druckunabhängiges, voreinstellbares Ventilgehäuse

An dieser Stelle möchte ich Ihnen eine Alternative zu den klassischen voreinstellbaren Thermostatventilen in Zweirohranlagen vorstellen: Das druckunabhängige, voreinstellbare Ventilgehäuse Danfoss RA-DV für einen dynamischen, hydraulischen Abgleich.
 



Das RA-DV-Ventilgehäuse ist mit einem eingebauten Differenzdruckregler ausgestattet, der den Differenzdruck auf einen Sollwert von 0,1 bar begrenzt. Somit wird die berechnete Wassermenge über die Voreinstellung in jedem Lastfall konstant gehalten und (Fließ)Geräusche am Heizkörper werden vermieden.

Hier geht es zur Info kompakt. Jetzt auch in der Nennweite 20 und weiteren Bauformen lieferbar. (siehe Datenblatt)

Und so funktioniert es:


Untersuchung Ventilkennlinie

Damit Sie auch sehen, dass das Ventil auch in der Praxis funktioniert, hier die im Rahmen einer Projektarbeit ermittelten Messergebnisse an einem Versuchsstand der Hochschule Bieberach.

=> Untersuchung Ventilkennlinie Danfoss Dynamic Valve

Herzlichen Dank für die Bereitstellung an Herrn Manuel Ries und Herrn Prof. Dr. Ing. Alexander Floß 

Berechnung mit Software

Auch druckunabhängige Regelventile am Heizkörper müssen berechnet werden! Die Voraussetzung für eine genaue Berechung ist immer die raumweise Heizlastberechnung (z.B mit DanBasic)! Nutzen Sie zur Aktualisierung Ihres Berechnungsprogramms den VDI 3805 Datensatz Blatt 2 (ha.tga, Richtlinie 10/1998) oder, mit noch umfangreicherer Funktionalität, den VDI 3805/2 Datensatz nach der neuen Richtline 01/2016 (Datensatz lieferbar Q1/2018)
Wie die Berechnung funktioniert, sehen Sie hier (pdf)  

Wichtig: Zumindest in größeren Heizungsanlagen mit langen Rohrnetzen oder in Kombination mit anderen Verbrauchern (z. B. Fancoils) sollte nicht auf eine Rohrnetzberechnung verzichtet werden. Eine zu hoch eingestellte Förderhöhe (auf welchen Wert?) der Pumpe wird zwar durch den eingebauten Differenzdruckregler abgebaut, aber das Ziel sollte immer ein möglichst effizientes System sein.  Mit Hilfe der Rohrnetzberechnung kann somit die geeignete Pumpe ausgewählt und optimal eingestellt werden. Bei kleineren Anlagen (1-2 Familienhäuser, MFH bis 10 WE) reicht einen Abschätzung zum entferntesten Heizkörper entsprechend dem Verfahren B.