Methode 3: Dynamischer hydraulischer Abgleich

Definition: Die Auslegung der druckunabhängigen Armaturen (Begrenzung des Massenstroms bei konstantem Differenzdruck) erfolgt über eine Berechnung aufgrund definierter Rahmenbedingungen und Systemgrenzen. Das Ergebnis ist ein notwendiger Massenstrom, der nach Einstellung an der Armatur für eine korrekte Wassermengenverteilung und die gewünschte Raumtemperatur sorgt. Die Auslegung erfolgt für den Volllastfall und gewährleistet eine korrekte Funktion im Teillastfall

Anwendung: Wohnbau / Nichtwohnbau ohne Größeneinschränkung.

Komponenten: Thermostatventilgehäuse z.B. Danfoss Typ RA-DV /  Einbauventile N/U mit Hahnblock RLV-KDV, manueller Thermostat (selbsttätiges Fühlerelement), Strangdifferenzdruckregler/Absperrventil ASV-PV / ASV-M

Vorgehensweise Berechnung: Je nach „Qualitätsstufe“ mit bzw. ohne raumweise Heizlastberechnung (Verfahren A oder B)

Applikation: Datenscheibe, Installer APP, DanBasic, Software mit VDI 3805/2 Schnittstelle

Vor- / Nachteile: Optimale Grundvoraussetzung (dynamischer Abgleich) erfüllt. Definierter Teillastbereich, keine Geräusche unter Teillast bei Differenzdruckreglern. Bei druckunabhängigen Thermostatventilen / Zonierung keine Rohrnetzberechnung erforderlich. Achtung: Bitte keine Volumenstrombegrenzer am Heizkörper einsetzen - Geräusche im Teillastbereich! Mindestdifferenzdruck beachten!

These: Praxisgerechtes Verfahren zur Ermittlung der Voreinstellwerte. Einfache und schnelle Berechnung (Verfahren A), optimales Aufwand/Nutzenverhältnis (Verfahren B)

Praxistipp: Die Berechnungsbasis sollte immer eine raumweiser Heizlastberechnung sein. Optional empfehle ich in Bestandsanlagen eine Systemoptimierung (Anpassung der Heizkurve/Spreizung, Reduktion der Differenzdrücke/Sollwerte). Minimal notwendige/mögliche Förderhöhe der Hocheffizienzpumpe einstellen. Kennlinen mind. dp-Konstant. Bitte die Problematik der minimal einstellbaren Pumpenförderhöhe bei (älteren) Brennwertthermen beachten.