Methode 2: Statischer, automatischer hydraulischer Abgleich

Definition: Die Auslegung der druckabhängigen Armaturen (zur Begrenzung des Massenstroms) erfolgt automatisch (siehe auch unter Definition) aufgrund der Systemgrenzen. Das Ergebnis ist ein Durchflusswiderstand, der nach dem Ende des automatisierten Einstellungsprozesses über die Regelgröße der Raumtemperatur für eine korrekte Wassermengenverteilung und die gewünschte Raumtemperatur sorgt. Die Auslegung erfolgt prinzipbedingt im (thermischen) Teillastfall.

Anwendung: Kleinere Wohneinheiten/Verbrauchereinheiten, 1-2 Familienhäuser.

Komponenten: Thermostatventilgehäuse z.B. Danfoss Typ RA-N / RA-UN / Einbauventile N/U, elektronischer Thermostat / Regeleinheit, Strangregulierventile ASV-BD / MSV-BD

Vorgehensweise Automatik: Prozess starten, im stationären Zustand wird die Raumtemperatur in einem vorgegebenen Zeitfenster erreicht. Voraussetzung: Die Heizungsanlage wurde fachgerecht geplant und ausgeführt.

Applikation: Regelung mit der Funktion „automatischer Abgleich“ ohne/mit Einfluss auf die zentrale Heizungssteuerung

Vor- / Nachteile: Minimale Anforderung (statischer Abgleich) erfüllt. Keine Berechnung der Voreinstellwerte erforderlich, Ventilgehäuse ohne Voreinstellung verwendbar. Für kleinere Gebäude / WE bis ca. 20 Heizkörper. Undefinierter hydraulischer Teillastbereich, hohe Wahrscheinlichkeit von Geräuschen unter Teillast.

These: Alternatives Verfahren zur Ermittlung des Nennmassenstroms durch eine Hubbegrenzung. Unbedingt die Systemgrenzen beachten.

Praxistipp: Voraussetzung ist immer eine fachgerechte Anlagenplanung. Minimal notwendige/mögliche Förderhöhe der Hocheffizienzpumpe nach Berechnung einstellen. Kennlinien mind. dp-konstant. Bitte die Problematik der minimal einstellbaren Pumpenförderhöhe bei (älteren) Brennwertthermen beachten. Die Anlage sollte sich im stationären Zustand befinden, das Nutzungsprofil während des automatischen Abgleichs nicht geändert werden und keine inneren Lasten vorhanden sein.