Das Energiesparhaus

Mit diesem Sanierungstool der EnergieAgentur NRW können Sie am Beispiel eines zweigeschossigen Einfamilienhauses mit nicht ausgebautem Dach und einer Wohnfläche von 140 qm (Gebäudenutzfläche nach EnEV 189 qm) aus dem Jahr 1964 (Heizkessel aus dem Jahr 1975) sehen, wie Sie Ihr Gebäude energetisch in Stand setzen können



Hierzu ein Kommentar meinerseits: Der Endenergiebedarf von 265 KWh/m²a ist schon hoch angesetzt und ist sicher keine Basis für eine Erneuerung der Anlagentechnik. In solch einem Fall MUSS zunächst die Gebäudehülle gedämmt werden. Eine Sanierung der Heizungsanlage, eventuell sogar mit einer Wärmepumpe/Solar, ist auf dieser Basis absolut fehl am Platz !

Durch die Dämmung der Geschossdecke/Kellerdecke und der Fenster (U-Wert: 1,3) erreicht man einen Normverbrauch von 221 kWh/m²a, was einer Ersparnis von 16% entspricht. Natürlich immer noch zu hoch, aber die Basis für weitere Sanierungsmaßnahmen:

  • Die Dämmung der Außenwand
  • Die Sanierung der Heizungsanlage

Sinnvoll ist hier natürlich primär die Sanierung der Gebäudehülle, sofern die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Eine 14cm Dämmung reduziert den Endenergiebedarf um 56 % auf 149 kWh/m²a. Mehr ist besser - wenn schon - denn schon Kostengünstiger ist die Alternative: Sanierung der Heizungsanlage. Mit z.B. einem neuen Gaskessel (natürlich Brennwert) ergibt sich nach der Berechnung ein Endenergiebedarf von 153 KWh/m²a, was einer Einsparung von 42 % entspricht.

Diese Einsparung werden Sie jedoch nur erreichen, wenn Ihr jetziger Wärmeerzeuger ein "Uraltgerät" ist: Betrieben mit Konstanttemperatur ( > 70*C), mit hohen Bereitschaftsverlusten und überdimensioniert. Dies führt zu einem extrem schlechten Anlagenwirkungsgrad, was Sie in dieser Grafik schnell sehen können.

Wichtig: Nur mit einem modernen, der realen Heizlast angepassten Wärmeerzeuger und dem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage sind die genannten Einsparpotentiale in dieser Größenordnung erreichbar. Werden die Systemkomponenten Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübergabe nicht aufeinander abgestimmt, ergeben sich in der Praxis deutlich geringere Einsparpotentiale.

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