Tipp 4: Die "Wärmepumpen"-Anlage

Kommentar:

Die "Wärmepumpen"-Anlage (EFH, MFH 4-6 WE, Bezugspunkte beachten ! Siehe "Abgleichstrategie von Altanlagen", Schritt 1). Es wurde eine neue Luft-/Wasser-Wärmepumpe eingebaut und die Heizkurve ist so eingestellt, dass eine Vorlauftemperatur von 45°C bei der angenommen tiefsten Außentemperatur ausreicht.

Optimierung: Einsatz eines Gasfühlers, der Auslegungsproportionalbereich xp wird auf 1K reduziert. Die Kombination mit einem Gasfühler ergibt ein schnelleres Ansprechverhalten bei Fremdwärme. Bedingt durch den größeren Hub bei einer definierten Temperaturänderung (mm/K) wird mit dem Gasfühler trotz eines (energetisch sinnvollen) xp von 1K eine relativ große Heizkörperleistung erreicht. Bedingt durch die geringen Übertemperaturen der Heizkörper sind die erzielten Heizkörperleistungen relativ klein; ein deutlich reduzierter Wärmebedarf ist anzustreben (EnEV ab 2002, KfW 60/40).

Durch eine relativ niedrige Vorlauf- und Rücklauftemperatur ergibt sich eine hohe Arbeitszahl (WP) der Wärmepumpe, eine kleine Spreizung und (relativ) große Wassermengen. Es wird das Ventil RA-N 15 mit Voreinstellung gewählt. Die Luft-Wasser Wärmepumpe verfügt über einen eingebauten Pufferspeicher.

Vorgehensweise:

  1. Heizkörpergrößen aufnehmen, Thermostatventil mit Voreinstellung einbauen. Gasfühler einsetzen.
  2. Hocheffizienzpumpe einsetzen, Förderhöhe 1 – 1,5 m
  3. Planungsvorgabewerte: dp Ventil 50 mbar, xp= 1K
  4. Berechnung der Voreinstellwerte mit einem Armaturenauslegungsprogramm (xp= 1K) mit Dokumentation.

Weitere Vorgehensweise: Siehe Schritt 4: Optimierung im Betrieb.

Praxis: Unter diesen Randbedingungen beträgt die max. Heizkörperleistung 920 Watt (Flach HK Typ 33) bei Einstellung N = "offen" und 230 Watt (Flach HK Typ 22) bei Einstellung 2,5. Auf kleinere Einstellwerte wird zugunsten eines geringeren Verschmutzungsrisikos verzichtet.

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