Das voreinstellbare Thermostatventil

Die Grundvoraussetzung für den hydraulischen Abgleich ist das Vorhandensein von Ventilgehäusen mit Voreinstellung. Um dies zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten

  • Ein komplett neues Ventil einbauen (Lösung 1)
  • Nur den Ventileinsatz tauschen (Lösung 2)

Wird ein komplett neues Ventil mit Voreinstellung eingebaut (Lösung 1), dann achten Sie bitte auch auf die Art des Fühlers. Dies zeigt die folgende Grafik.


Detailansicht

Als Standard werden in der Regel Fühlerelemente mit einer Flüssigkeitsfüllung (1) eingesetzt. Hier handelt es sich um wirklich gute Modelle. Fühlerelemente mit einer Gasfüllung (2) reagieren sehr schnell auf Temperaturänderungen, wodurch eine deutliche Energieeinsparung erzielt wird. Auch das Design spielt oftmals eine Rolle (3). Sehr sinnvoll sind auch elektronische, programmierbare Fühlerelemente (4), die ein zeitgesteuertes Heizen ermöglichen.

Jetzt haben Sie die Voraussetzungen geschaffen um den hydraulischen Abgleich mit Hilfe von voreinstellbaren Thermostatventilen durchführen zu können. Die Berechnung der Voreinstellwerte (N, 7, ...., 1) ist jedoch eindeutig die Aufgabe des Fachmanns.

Lösung 2
 ist natürlich auch eine Variante: Kein Schmutz beim Tausch und ein deutlich geringerer Zeitaufwand. Wie dies funktioniert, zeigt die folgende Grafik.

Heizkörper und Verrohrung bleiben erhalten, nur der Ventileinsatz wird getauscht. Hydraulisch sind Sie auf dem neuesten Stand. Eine wirklich "saubere" Lösung! Weitere Details zum Austausch der Ventileinsätze finden Sie hier (Druckversion). Und so geht es .... (hier)

Dieser Tausch des Ventileinsatzes ist bei einer Vielzahl von alten Thermostatventilen möglich. Im Detail berät Sie gerne Ihr Heizungsfachmann.

Möchten Sie nur den Fühler tauschen? Hier finden Sie hie den passenden Ersatzfühler

 

Die Berechnung der Voreinstellwerte

Die Berechnung der Voreinstellwerte kann mit einem Datenscheibe/-schieber, einer APP, einer Armaturenauslegung oder mit einem Rohrnetzberechnungsprogramm durchgeführt werden. Hierzu muss für die Berechnung die Systemtemperaturen bekannt sein und die Anlage anschließend im Betrieb optimiert werden. Die genauere, aber aufwändigere Methode erfordert die Berechnung der Heizlast, die Ermittlung der Überdimensionierungsfaktoren der installierten Heizkörper und die Festlegung der gewünschten Vorlauftemperatur bzw. Spreizung in Abhängigkeit vom vorhandenen/zu installierenden Wärmeerzeuger.
Sie sehen, dies ist eindeutig eine Aufgabe des Fachmanns !!!

Fazit: Sie wissen nun, dass für den hydraulischen Abgleich Thermostatventile mit voreinstellbaren Ventilgehäusen notwendig sind. Der Fachmann baut diese ein und ermittelt rechnerisch die Werte zur Voreinstellung.